XLink: Einführung
von Jan Winkler
XML ansich bietet leider keine Möglichkeit dem Programm, welches das XML-Dokument verarbeitet, Hinweise auf interne oder externe Zusammenhänge zu geben. Hier setzt XLink - oder ausgeschrieben XML Linking Language - an und erweitert XML um einige wichtige Funktionen.
XLink ist in etwa so alt wie XML selbst. In den ursprünglichen Entwürfen war es sogar im XML-Sprachschatz unter dem Titel " XML : Part 2. Linking" mit einthalten - wurde jedoch schon bald (1998) als eigenständiger Sprachteil an eine Arbeitsgruppe übergeben. Seit 2001 ist es nun fester "Standard" (Empfehlung des W3C).
Der Nutzen von XLink liegt in den eingangs erwähnten Defiziten von XML . Da mit XML beliebige Elemente definiert werden können, ist es einem Programm nicht oder nur schwer möglich nach zu vollziehen, welches Element ein Link ist oder auf ein interne oder externe Resource verweist. XLink setzt hier an und ermöglicht es durch bestimmte Attribute die Elemente als Links zu beschreiben.
Um die einzelnen Begriffe mit denen im folgenden gearbeitet nicht jedes mal erklären zu müssen, werde diese hier kurz zusammen gefasst:
Ein Link ist ein Verweis auf eine interne oder externe Resource. Der Link stellt damit eine Beziehung zwischen zwei Resourcen dar.
Ein Link-Element ist ein beliebiges Element, welches durch die in XLink definierten Attribute als Verweis beschrieben wird.
Eine Resource ist ein internes oder externes Datenformat. Das können z.B. Dokumente, Bilder oder auf Teile einer anderen Resource sein.
Das Benutzen oder Verfolgen eines Links heißt Traversierung. Aus HTML ist das z.B. durch das Klicken auf ein A-Element bekannt.
Eine Kante ist die Information wie ein Link verfolgt wird. Dies beinhaltet u.a. auch die Zielrichtung, die verwendeten Resourcen und das mögliche Verhalten bei der Verfolgung.
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